Tips / Erfahrungsbericht Transalp (RD13)

Federbein

Die werksmäßige Voreinstellung des Zentralfederbeins war für meine vollbeladene Transalp eindeutig zu schwach. Bei Schlaglöchern und Bodenschwellern setzte ich des öfteren schwungvoll auf.

Laut einem halben Dutzend Print- und Online-Artikeln, die ich über die 700er Transe gelesen habe, muß das Federbein ausgebaut werden, um es straffer zu stellen.

Scheinbar schreibt da ein fauler Autor beim anderen ab.

So geht’s nämlich auch: Linke Seitenverkleidung ab, Batterie und Batterie-Kasten raus.

Nach 10 Minuten hat man freien Zugriff aufs Zentralfederbein, das man dann in etwas mühsamer Arbeit mit einem Hakenschlüssel verstellen kann.

 

Eine klare Verbesserung was das Fahrverhalten und die Bodenfreiheit angeht.

 

Ne Enduro wird aus der Transe damit leider immer noch nicht.

Ketten-Satz

Grundsätzlich kann man den Ketten-Kit (Kette, Ritzel und Kettenblatt) der 600er und 650er Transalp benutzen. Der für die 600er hat allerdings eine O-Ring-Kette, der für die 700er eine verstärkte X-Ring Kette.

Aber die 600er wurde wenigsten mal vor Ewigkeiten für sehr kurze Zeit in Kanada und den USA verkauft und findet sich somit in Datenbanken oder Zubehör-Katalogen.

 

Bei Bestellung aus letzteren schadet es nicht, die genauen Daten parat zu haben:

Ritzel: 15 Zähne, Kettenrad: 47 Zähne, Kette: 118 Glieder

 

Trotz exakter Teilenummern hatten wir in Kanada mehrfach Probleme, die Sprockets zu bekommen.

 

Ritzel (front sprocket):

JT Sprockets: JTF 296.15    oder

Sunnex Part#: 40715

 

Kettenblatt (rear sprocket):

JT Sprockets: JTR 300.47 oder 324-9420

 

Anbebotsübersicht Kettensätze für XL700VA

 

Bremsbeläge

Zubehör-Beläge:

 

Bremsbelag vorne:

Hersteller SBS, 67-828HS 80 oder einfach 828

Hersteller EBC: FA388 (HH)

Hersteller Vesrah: VD 172

AP LMP 428

 

Bremsbelag hinten:

Hersteller SBS, 67-65229

Hersteller EBC: FA140 (Zusatz HH bedeutet Sinther-Metal statt organisch)

 

Übersicht Bremsbeläge XL700VA

Benzin / Verbrauch

Laut Honda soll man die Transe immer mit mindestens 91 Oktan füttern.

Wir haben in den ersten 9 Monaten/60.000 km (in CDN, USA, MEX, BZ, GCA) ausschließlich 87 Oktan und in Utha sogar 85 Oktan getankt. In den USA sind zudem noch 10% Alkohol im Sprit (ich hab in Kanada nicht drauf geachtet, ob das so ist).

Wir hatten jedenfalls keinerlei Probleme mit diesem billigen Sprit. Kein Klingeln der Ventile, keine schlechte km-Ausbeute, wobei wir Letzteres mangels ausreichender Vergleichswerte aus Deutschland nicht sicher sagen können.

Der Verbrauch liegt bei voller Beladung im Schnitt bei 4,4 Litern / 100 km.

Bei widrigen Verhältnissen (ungefestigte Straßen / Wind) kommt man schnell auf 5 oder 5,5 Liter.

 

 

Luftfilter

Ich halte sehr viel von K&N-Luftfiltern und hab insgesamt mehrere 100.000 km damit (bei verschiedenen Motorrädern) zurückgelegt und nie Probleme gehabt, selbst bei langem Fahren auf staubigen Pisten.

Für mich ist der Einbau eines K&N-Luftfilters Pflicht bei jedem meiner Motorräder.

Die Vorteile des let-the-dirt-work-for-you-Konzepts sind enorm: Wartungsintervall laut K&N: 80.000, wobei bei meinen teilweise nach 60.000 eine Reinigung nötig war. Aber selbst das ist weit mehr als beim Original-Filter.

K&N-Reinigungsflüssigkeit und Luftfilter-Öl hab ich zwar immer dabei, bekommt man aber glaube ich weltweit.

Bei der Transalp ein gewichtiges Argument: der Honda-Luftfilter ist XL700-spezifisch und damit weltweit nur sehr schlecht zu bekommen. Aufgrund der enormen Größe kommt nicht in Frage, einen Ersatzfilter mitzuführen. Zudem ist der Ausbau oder auch nur die einfache Kontrolle, wie verschmutzt er ist, eine Heidenarbeit: Sturzbügel demontieren, Verkleidung runter und Tank abnehmen!

Falls man dann tatsächlich einen neuen Luftfilter braucht und keinen originalen bekommen kann, kann man noch versuchen, aus Fliesstoff und dem Gerippe des alten einen neuen zu basteln. Bei Simons Triumph Bonneville war das mal die einzige Möglichkeit, die wir in der Türkei hatten und der Filter hat so gut gehalten, wie ein Original. Geht aber nicht bei jeder Filterart.

 

Ich empfehle ganz klar die K&N-Lösung!

 

Radlager hinten

Hinter-Rad-Lager von Transalps haben nicht gerade den Ruf, ewig zu halten.

Daher hab ich immer einen Satz auf Reserve dabei.

 

Da Lager genormt sind, kann man sie bei jedem Kugel-Lager-Fachgeschäft bekommen.

Selbst in Guatemala habe ich mit den Typbezeichnungen alle drei Lager ohne Probleme auftreiben können.

Der Preisvorteil beim Kauf im Fachgeschäft ist überall auf der Welt enorm!

Ich hab in diesem Fall nur 10% des Honda-Preises gezahlt.

 

Man braucht 3 verschiedene Lager pro Hinterrad:

Normbezeichnung Maße in mm Honda-Teile-Nummer
6303 47/17/14 91051-K54-003
6304 52/20/15 91053-MM5-004
6203 40/17/12 42630-GK4-003

 

Gabel-Simmering

 

Gabel-Simmerringe sind zum Glück nicht transalp-spezifisch.

Die Maße sind für viele Modelle und Marken identisch.

Um nur eins von vielen Beispielen zu nennen: die Simmerringe der BMW F650 passen auch bei der Transe.

 

Wenn man die Maße hat, kann man eigentlich (fast) überall welche bekommen:

41x54x11

 

Online-Wörterbücher Motorradtechnik

 

 

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