Koffer (45 Liter Touratech)

Auf der Suche nach dem Leck

Dank Herbstkoller haben wir im November 2009 so manche Toure gefahren, jahreszeitgemäß inklusive reichlich Regen.  

Dabei stellte sich heraus, daß die kürzlich bei Touratech bestellten Koffer alles andere als dicht sind.

 

Post-it ins Innere der Koffer geklebt, sollten zeigen, wo das Wasser eindringt.

Und prompt hatten wir keinen Regen.

 

Daher notgedrungen der Belastungstest in der Badewanne:

 

nix zu machen: sie bleiben undicht!

Touratech hat sich die Koffer zur Nachbesserung zuschicken lassen - Versandkosten in beide Richtungen zu Lasten Touratech.

 

Statt den versprochenen wenigen Tagen hat das mit einigen Pannen fast vier Wochen gedauert. So kurz vor der Verschiffung der Motorräder und mit noch einigen "Kleinigkeiten", die zu machen waren (wofür wir auch die Koffer brauchten), war das sehr unerfreulich.

 

Endergebnis und Siegerehrung: auch nach der "Nachbesserung" durch Touratech sind die Koffer massiv undicht: nach ner Stunde Regen stehen ca. 100 ml im Koffer. Das ist so viel, daß man es mit der Hand rausschöpfen kann.

 

Als Trostpflaster haben wir von Touratech wasserdichte Innentaschen geschenkt bekommen.

 

Hätten wir das geahnt...

 

Positiv möchte ich jedoch das große Engagement von Touratech West im Rahmen der Reklamation hervorheben.

 

Nachtrag vom August 2011:

 

Pragmatische Lösung: in die "tiefste" Ecke ein Loch gebohrt (vorher Plastik-Kantenschutz abgenommen), damit das Wasser im Koffer abfließen kann.

Daß es im Koffer bei Regen nun noch ein bißchen feucht wird, stört nicht gravierend.

 

 

Nachtrag September 2012:

 

Mittlerweile denke ich um einiges besser über die Touratech-Koffer.

 

Nach wie vor halte ich es für schlecht gelöst, daß so viele Schrauben ins Innere der Koffer ragen und damit so manches im Koffer sich auf Dauer daran wund scheuert. Das könnte man anders lösen.

Ich hab mittlerweile alles gepolstert und abgeklebt.

 

Die Befestigung mittels "Plastik-Puk" halte ich mittlerweile für die beste, die es gibt.

Außerdem haben die Kisten Dutzende von Stürzen weg stecken müssen und sind noch immer im Rennen. Okay, wir mußten ein paar mal schweißen (was nicht lange hält) und haben bei einer mittlerweile ein Blech auf ganzer Breite eingenietet (das gut hält), aber diese Reparaturen sind, wie gesagt, vielen Stürzen geschuldet.

 

März 2013: Risse im Koffer und wie man sie am besten "on the road" repariert

 

Stürze gehören auf üblen Pisten und Dergleichen zum Fernreise-Alltag . Zumindest für uns.

 

Da bleiben Risse in den Koffern, trotz guter Materialstärke und -Qualität nicht aus.

Je höher die Geschwindigkeit beim Sturz, desto höher die Chancen, daß der Koffer sofort beschädigt ist.

Wir stürzen in der Regel bei langsamen Geschwindigkeite in schwierigen Passagen.

Da stellen sich die wahren Schäden erst einige Zeit später ein.

In der Regel sind es Risse in der Kofferwand im Bereich der "Pucks" (= der Aufnahmen).

In Mittel- und Südamerika haben wir uns einige Male auf die mühsame Suche nach einem Aluschweißer begeben. Die sind in Entwicklungsländern nicht gerade an jeder Ecke zu finden. Wer Stahl schweißen kann, kann noch lange kein Alu schweißen.

Jedenfalls haben wir Simons Koffer drei- oder viermal schweißen lassen und wirklich lange gehalten hat es nie.

Das Problem ist, daß die Schweißnaht ja auf den Riss aufgesetzt wird und somit zum Beispiel das Bestigungs-Alu-Rad nicht mehr plan aufliegt.

 

In Chile haben wir dann das erste mal statt erneutem Schweißen ein Blech in den Koffer eingenietet. Das hält bis heute tadellos! 40.000 km mit hohem Rüttel-Pisten-Anteil.

 

In Kambodscha war dann auch der andere Koffer von Simon mal wieder massiv eingerissen und wir haben das Ganze großflächig mit Blechen vernietet.

 

Das Foto haben wir leider erst aufgenommen, als wir schon die Polsterungen für Schrauben etc. mit schwarzem Panzerband abgeklebt hatten. Das Prinzip ist hoffentlich trotzdem zu erkennen.

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