Rocky Mountains - Mitte Juni 2010

Von Edmonton fahren wir gen Westen. Unser Ziel sind die Rocky Mountains, genauer gesagt der Jasper Nationalpark und südlich daran angrenzend der Banff NP.

 

Nach einigen 100 km langweiligem Highway, der sich hier nicht umgehen läst, fahren wir um eine Kurve und plötzlich sind sie vor uns: die Rocky Mountains.

All die "grandiosen" und "tollen" und "wunderschönen" Eindrücke, die wir bisher in Kanada gesammelt haben, verblassen augenblicklich zu "ganz nett".

Gegen diese Berglandschaft kommt das bisher Gesehene nicht an.

 

Die nächsten Tage sind eine einzige Orgie aus "Boaa" "Uiuiui" und "alter Schwede!".

 

Alle paar Minuten halten wir an, um den nächsten unglaublichen Ausblick in Ruhe zu genießen.

Ruhe - die ist hier relativ. Denn all das hier ist so dermaßen toll, daß außer uns noch SEHR viele andere Touristen unterwegs sind.

Da wir noch immer Vorsaisson haben und viele Wege, Straßen und Campingplätze noch immer geschlossen sind, hält es sich mit den Touristen-Massen für lokale Verhältnisse noch in Grenzen.

Für uns ist es so gerade noch erträglich.

Wie es hier im Hochsommer zu geht, mag ich mir kaum vorstellen. Laut Reiseführer geht es dann hunderte km entlang des Glacier Parkways nur noch im stop-and-go-Tempo voran.

 

Hier trifft man alle Arten von Reisenden:

- Krad-Fernreisende wie wir

- Fahrrad-Fernreisende

- Harley-Dick-Schiff-Fahrer, die dank Verkleidung und Windschild eh keinen   

      Wind abbekommen und trotzdem im Juni (10Grad) elektrisch beheizte

      Kleidung tragen)

- "normale" Wohnmobile, die hier RVs heißen

- RIESSIGE Wohnmobile in Form von Aufliegern, die von Trucks gezogen

     werden. Teilweise kann man die Seiten noch ausfahren. Die Wohnfläche liegt

     weit oberhalb dessen, was wir in Deutschland als Wohnung hatten. Oftmals

     ziehen diese Monster dann noch ein weiteres Auto hinter sich her. Motorräder

     und ähnliches sind wahrscheinlich in der internen Garage versteckt (kein

     Witz).

     Wenn so ein Monster einem dann noch dreist ins Bild fährt, ist es mit meiner

     ohnehin sehr selektiven Toleranz für gewisse Reise-Formen schlagartig

     vorbei.

- nicht zu vergessen: Reisebusse voller Japaner, Chinesen oder Deutscher.

     Genau wie in Köln oder Trier ist hier alles minutiös durchgetaktet: beim

     Aussteigen beginnt die Foto-Orgie und wenige Minuten später heißt es

     weiterhetzen zum nächsten Hot Spot.

 


Hier einige wenige Fotos von den vielen, die auch Simon geschossen hat.

Die Auswahl fiel uns schwer.

Dabei hatten wir noch "Glück" diesbezüglich: da das Wetter durchwachsen und das Licht damit oftmals schlecht war, sind es nur ein paar Hundert Fotos geworden.

 

Den weiteren Text habe ich als Untertitel zu den Bildern geschrieben.