Motorrad-Transport Thailand – Nepal

 

 

Da es für die Strecke Bangkok Nepal praktisch nur noch einen Anbieter gab, habe ich die „Knochentour“ gewählt und drei Dutzend Airfreighter in BKK angeschrieben.

Die Antwort-Quote und -Qualität war außergewöhnlich hoch.

Nach einer Woche hatte ich 6 vollständige Angebote vorliegen, die sich preislich erheblich unterschieden.

 

P.T. Air Cargo hatte nicht nur das preislich beste Angebot, sondern überzeugte auch durch sehr gute eMail-Reaktionszeiten und im Folgenden durch extrem guten Service.

 

Noch nie hatte ich bei einem Freight-Forwarder/Shipper so sehr den Eindruck, daß er versteht, daß guter Service ihm weitere Kunden einbringt, weil wir heutzutage alle vernetzt sind.

Es wurde unter anderem außergewöhnlich viel Zeit in einem volumen-optimierten Kistenbau investiert, was sich preislich SEHR stark auswirkt.



 

 

Kontakt-Daten P.T. Air Cargo

 

Ratchaneewan Jongwattana

P.T. AIR CARGO CO., LTD.

294/46 Romklao Rd. 1

Kwang Klong Sam Pravej, Latkrabang, Bangkok 10520

KWANG KLONG SAM PRAVEJ, LATKRABANG, BANGKOK 10520

N 13°43.808 E100°44.357 (selbst mit den Koordinaten ist es nicht ganz einfach anzusteuern)

E-mail: ptabkk [at] ptcargo.com

ratchaneewanjongwattana [at] gmail.com

TEL: 662-1849600

Mobile: 084-3612317



 

Prozedur in Thailand

 

ca. T-10: wir haben folgende Dokumente in digitaler Form per eMail an P.T. Air Cargo geschicht, damit sie damit den Papierkram schon erledigen konnten:

  • Reisepaß (Datenseite + Einreisestempel)

  • Carnet (nur wegen der Fahrzeugdaten, nicht weil es während der Prozedur benutzt wird – außer man hat sein Motorrad nach Thailand per Carnet eingeführt)

  • Permit (temporäre Fahrzeugeinfuhr)

 

T-3: morgens um 10.00 sind wir zum Büro von P.T. Air Cargo gefahren, von wir wir dann zum Kistenbauer eskortiert wurden (6 km)

Dort haben wir die Motorräder verpackungsfertig zerlegt und es wurden die Maße genommen.

Durch Addition folgender Werte ergibt sich das Kistenvolumen: Höhe + 15 cm, Breite und Länge je 10 cm.

Wir hatten unseren Tank wie immer „trocken gefahren“ Bei einem Freund haben sie den Restinhalt per Schlauch versucht abzusaugen.

Batterie muß abgeklemmt werden.

Kisteninhalt hat niemanden interessiert (normalerweise dürfen da keine Dangerous Goods drin sein.)

Wir haben auch noch Stiefel, Jacken, Helme und ähnliches außen beigepackt.

 

Danach wurden wir zurück zum P.T. Air Cargo Office chauffiert, wo wir direkt die Bezahlung geregelt haben.

Alternativ kommt die Mitarbeiterin auch gerne am Tag des persönlichen Abflugs zum Flughafen, um dort die Bezahlung/den Papierkram zu regeln.

 

Bezahlung war natürlich mal wieder nur cash möglich – so wie in dieser Branche weltweit Standard!

 

Als wir alles fertig hatten, wurden wir dann noch zur Flughafen-Hochbahn gefahren! De luxe Service!

 

Fotos von den verpackten Motorrädern und die Airway Bills gab es am nächsten Tag per eMail.

 


 

Prozedur in Nepal

 

Als erstes muß man zu Thai Cargo, die im Gebäude direkt neben dem International Terminal des Personenflughafens in Kathmandu sind (30 Meter entfernt).

5 Minuten später hat man die Papiere für das Customs-Warehouse, das ca. 1 km die Ringstraße runter gelegen ist.

Hier kommt man scheinbar ohne Zoll-Agent nicht weiter. Zumindest kennen ich niemanden, der es je ohne gemacht hat und zumindest das blaue Formular, das man am Ende der Prozedur bekommt, hat auch seinen Namen und seine Funktion vermerkt.

 

Tip: Preis für den Agenten vorab aushandeln. Ganz wichtig: der Preis sollte inklusive aller Gebühren sein. D.h. der Agent hat die Gebühren zu zahlen. Anderfalls ist das die Hintertür für horrende Forderungen. Vier Freunde hatten in den letzten Wochen nach Kathmandu verflogen und je nach Verhandlungsgeschick zwischen 3.000 und 5.000 NPR (ca. 27 bis 45 EUR) gezahlt. Die Auftakt-Gebote der Agenten sind natürlich VIEL höher.

 

Vor 10.30 braucht man auf keinen Fall dort aufschlagen. Bei uns kam erst um 12.00 wirklich Schwung in die Bude, als der Zoll-Chef endlich mal auftauchte.

Um 14.30 hatten wir unsere Bikes zusammengebaut, der Papierkram war erledigt und wir vom Zollgelände runter.

 

Weder der Agent noch der Zoll-Fuzzi wußten, wie man ein Carnet ausfüllt: wildes Rumgestempel an falscher Stelle und ellenlange Diskussionen mit unfähigem Agent und unwilligem Zöllner darüber, wie der Fehler zu korriegen sei.

 

Positiv zu vermelden: es gab keine Diskussionen, über Entsorgung der Kiste.

 

Die erste Tankstelle ist übrigens ca. 1 km die Ring-Road runter Richtung Süden.



 

Preisberechnung P.T. Air Cargo

 

Summe Fixkosten: 7.150 THB

keiner der Airfreighter in BKK war übrigens bereit, unsere beiden Motorräder als ein Shipment zu behandeln und somit die Fixkosten durch zwei zu teilen. Offizieller Hintergrund ist, daß die Motorräder getrennt importiert wurden und somit nach thailändischem Recht auch wieder getrennt exportiert werden müssen.

 

80 THB pro kg

Berechnung des Gewichtes erfolgt nach der üblichen Volumen-Gewichts-Formel / je nachdem ob tatsächliches Gewicht oder Volumengewicht größer ist.

 

Kistenbau: 2.200 THB pro qm

 

Transport-Pauschale pro Motorrad: 1.300 THB

 

Damit kamen wir mit ausgebautem Vorderrad und somit 383 bzw. 433 Volumen-KG auf 42.700 und 47.400 THB (1.070 / 1.185 EUR).

Das waren rund 150 EUR pro Motorrad weniger als beim preislich Zweitplazierten, der bis dato quasi das Monopol hatte: Trans Air Cargo.



 

Verfliegung Nepal – Thailand

 

Verliegung von Nepal nach Thailand läuft anders: da braucht man Airfreighter, die in Kathmandu sitzen.

Eagle Export ist da führend. Aber Vorsicht: es gibt zwei fast namensgleiche: einer ist der Gute, der andere ein listiger Trittbrettfahrer.

Ein in den internationalen Foren kontrovers diskutiertes Thema, das an dieser Stelle den Rahmen sprengen würde.



 

Übernachtungs-Tip: wer das Verkehrschaos Bangkok vermeiden möchte:

ca. 1 km von P.T. Air Cargo entfernt: Hotel mit Zimmerpreisen von 280 bis 490 THB, kleiner Supermarkt + einfache Restaurants daneben

N13°44.078 E100°43.890

Wir haben es nur im Vorbeifahren gesehen. Können also nichts zur Qualität sagen.

In „Spuckweite“ zum Flughafen und doch ziemlich ländlich dort. Alternativ gibt es noch ein paar teurer aussehende Resorts dort.

 

 

 

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