Länder-Infos Israel

 

Ein-/Ausreise/Visum + Kfz-Einfuhr

 

 

Visa on Arrival für drei Monate.

Wir sind von Jordanien (Aqabar) eingereist. Die Immigration- und Zollprozedur dauerte 1,5 Stunden und verlief sehr freundlich. Die Durchsuchung des Gepäcks, inklusive röntgen aller Gepäckstücke war allerdings so gründlich, wie an keiner anderen Grenze weltweit nach unserer Erfahrung.

Die Vielzahl von arabischen Stempeln in unserem Pass hat bei der Immigration keinen wirklich interessiert. Dass wir durch den Iran und Irak gefahren sind auf dem Hinweg wurde mehrfach hinterfragt, aber letztendlich akzeptiert.

 

Der Reisepass wurde von den Israelis nicht gestempelt bei der Ein- und auch bei der Ausreise.

 

Temporärer Import des Motorrades ist laut Dokument auf drei Monate befristet.

 

 

 

Kfz-Versicherung

 

Auf unseren grünen Versicherungskarte (deutsche Kfz-Haftpflicht-Versicherung) sind die optionalen Ländern alle nicht ge-x-t, worauf wir seit Jahren bei der Wahl der Versicherung Wert legen. Somit war auch Israel (IL) auf die Weise abgedeckt.

Eine befreundete Motorradreisende konnte den Versicherungsschutz so nicht nachweisen und mußte daher für circa 120 EUR eine Versicherung bei Einreise abschließen.

 

 

 

Verkehr

 

In Israel wird deutlich vorschriftsmäßiger und rücksichtsvoller gefahren, als in arabischen Ländern.

Das Verkehrsverhalten und das Maß an Verkehrregeln und -Regelungen ist mit der EU vergleichbar.

 

Auf Autobahnen wird teilweise über automatisierte Kennzeichenerfassung Maut erhoben. Als ausländischer Motorradfahrer kann man das ohne Angst um Konsequenzen bei der temporären Ausfuhr ignorieren. Es gibt keine Maut-Stationen.

 

Sicherheitskräfte von Arme, über Polizei, bis zu „Bürgerwehren“, die fast alle Siedlungen auf Fron-Basis schützen, sind extrem präsent in Israel.

 

Positiv zu vermelden: Wir sind nie in eine allgemeine Verkehrskontrolle gekommen und haben kein Ticket bekommen.

 

 

 

Landkarten

 

Reise-Know-Karte für Israel + Palestina.

Reiß- und wasserfest. Sehr guter Maßstab mit 1:250.000

 

GPS

 

OSM-Karten-Download: https://alternativaslibres.org/de/downloads.php

 

Viele GPS-Signal-Störungen, siehe: https://gpsjam.org

Das nervt vor allem in Städten, wo man u.U. Besser mit Apps auf dem Smartphone klar kommt, da diese auf Triangulation über Sendemasten zurückgreifen, wenn das GPS nicht funktioniert.

 

 

 

(Wild) Campen

 

Regional unterschiedlich gut möglich. In der Wüste geht es besser, in den dichter besiedelten Gebieten schlechter.

Es gibt diverse offiziell ausgewiesene Stellen zum Wildzelten, die meist keine Infrastruktur haben.

 

Im Nord-Westen (Wüstengebiet angrenzend an Ägypten / Gaza) wurde uns von einheimischen Enduristen vom Wildzelten abgeraten, da die Gefahr sehr groß sei, bestohlen zu werden im Schlaf – bis hin zu den Motorrädern.

 

In Israel gibt es auch einige reguläre Campingplätze.

 

 

 

Sicherheit:

 

Alle Siedlungen sind umzäunt und von Bürgerwehren bewacht.

Siehe auch wild Campen oben.

Man sollte sich mit dem Thema Raketen-/Drohnen-Angriffe durch Hamas, Hisbollah, etc. detailiert vertraut machen, um die Gefährdungslage wirklich zu verstehen.

 

In 2024 stellte sich die Lage für uns sehr vereinfach wie folgt dar: 10 km um Gazastreifen und zur Nordgrenze „rote Zone“.

Raketenangriffe, die ins Landesinnere zielen, werden vom „Iron Dome“ Abwehrsystem in der Regel abgefangen, wenn sie nach dessen Berechnung besiedeltes Gebiet treffen würden.

 

Die in den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes genannte App gibt ggf. eine Warnung, wenn eine Rakete im Anmarsch sein sollte. Man kann aber auch einfach nachmachen, was die Israelis tun: Auf dem Land in den Graben legen oder in Städten in einen der unzähligen Bunker gehen, wenn Alarm ausgelöst wird.

 

 

 

WIFI / Telefon-Netz (Mobile)

 

Ich hab mir bei unserer Ankunft in Eilat in einem Supermarkt eine HOT SIM-Karte gekauft, die 20 Schekel kostete (5 EUR) und sie für weitere 15 EUR mit 70 GB für einen Monat aufgeladen.

In der Negev-Wüste hatte ich teilweise kein Netz, aber ansonsten war der Empfang gut – zumal Israel in weiten Teilen ja recht dicht besiedelt ist.

 

 

 

Ersatzteile/Motorrad-Werkstätten

 

Verglichen mit den arabischen Ländern gibt es in Israel sehr viele Motorradfahrer und dementsprechend auch überall Werkstätten und Reifen.

 

 

 

Tanken/Benzin

 

Tanken ist insbesondere in abgelegenen Gebieten für Ausländer eine Herausforderung.

Geht nur mit Kreditkarte und das Display ist ausschließlich in Hebräisch. Neben der PIN werden auch Ausweisnummer und Kennzeichen abgefragt. Man kann für beides angeblich erfundene Nummern eintippen – wenn man denn versteht, was das Display gerade von einem will.

 

In größeren Städten gibt es auch Bedien-Tankstellen.

 

In Eilat (Freihandelszone) kostet 95er Benzin nur 6,20 ILS, im Rest des Landes circa 7,20 ILS (rund 1,80 EUR) und ist damit sehr viel teuer als in Irak, Jordanien, Zypern und Griechenland. Egal von wo man also nach Israel fährt oder verschift, voller Tank lohnt sich.

 

 

 

Kosten

 

Israel ist sehr teuer – absolut und insbesondere im Vergleich zu den arabischen Nachbarstaaten.

Der Benzinpreis liegt sehr weit über dem der Arabar und auch Lebensmittel und Unterkünfte sind sehr viel teurer – auch teurer als in Deutschland.

 

 

Alkohol

 

Alkohol ist ganz normal wie bei uns erhältlich – allerdings zu einem Mehrfachen der deutschen Preise.

 

Sixpack Bier ab 12 EUR. Flasche Rotwein ab 10 EUR.

Kneipen etc. sind noch teurer.

 

 

 

 

 

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© Frank Panthöfer