Länder-Infos Venezuela

 

Einreise

 

Man bekommt einen Stempel in den Paß (ohne Befristungs-Angabe).

 

Ausreise

 

Man muß eine Ausreisegebühr in Höhe von 76 Bs bezahlen. Man kann die Gebühr scheinbar auch in COP (Kolumbianischen Peso) oder anderen Währungen entrichten. Dann wird aber zum offiziellen Kurs umgerechnet, wodurch man de facto ca. doppelt so viel zahlt, als wenn man die Bolivar schwarz getauscht hätte.

 

Danach wird der Paß gestempelt.

 

Das Verfahren unterschied sich an zwei Grenzen, an denen wir waren:

Bei San Antonio (in der Nähe von Cucuta) zahlt man die Gebühr am gleichen Schalter, wo man auch den Ausreisestempel bekommt. Bei Paraguachon (im Norden) ist die Gebühr einige Kilometer vorher zu entrichten und man bekommt eine Quittung, die man dann fürs „Ausstempeln“ vorlegen muß.

 

Achtung: zumindest an zwei der drei Grenzen, die wir kennengelernt haben, konnte man einfach durchfahren, ohne zu bezahlen und ohne Ausreisestempel. Ohne letzteren waren die Kolumbianer aber nicht bereit, uns einreisen zu lassen.

 

 

Kfz-Einfuhr

 

Der Zoll kommt erst 6 km hinter dem Grenzübergang bei Paraguachon (im Norden, nahe der Karibikküste) und macht scheinbar erst um 10.00 Uhr auf. Zumindest war es an dem Tag, als wir dort hin kamen so.

Dafür waren sie ausgesprochen nett und entgegenkommend. Nach unseren Erfahrungen in Mittelamerika konnten wir kaum glauben, daß die Kopien vom Fahrzeugschein, Führerschein und Reisepaß von den Beamten und zudem auch noch umsonst gemacht wurden. Man füllt ein Forumar aus und schon bekommt man ein Din A4-Blatt und einen ganzseitigen Stempel in den Paß.

Die Dauer ist auf 30 Tage begrenzt. Nach unserem Verständnis hätte man auch mehr bekommen können.

 

Kfz-Ausfuhr

 

Das Fahrzeug-Dokument wird vom Zoll eingezogen und man bekommt einen Ausfuhr-Stempel in den Paß.

 

 

Kfz-Versicherung

 

Trotz anderslautender Erfahrungen anderer Motorrad-Reisender wurde uns beim Zoll in Paraguachon versichert, eine Kfz-Haftpflichtversicherung wäre nicht Pflicht.

 

 

Geld tauschen / ziehen

 

Wenn man mit der Kreditkarte in Venezuela Geld ziehen will, werden entweder die ersten oder die letzten beiden Ziffern der Ausweisenummer, mit dem man das Konto eröffnet hat, abgefragt.

Bei uns hat das nicht geklappt. Ich bezweifel, daß besagte Information bei deutschen Kreditkarten abgespeichert ist.

Unabhängig davon haben wir mittlerweile erkannt, daß es wenig Sinn macht, mit der Kreditkarte Geld abzuheben, da man dann den offiziellen Wechselkurs verrechnet bekommt.

Beim inoffiziellen Geldwechsler bekommt man für USD, COP und EUR fast doppelt so viel, wie per offiziellem Kurs. Speziell an der Grenze versuchen die Wechsler natürlich massiv zu bescheißen. Aber wenn man weiß, wo der Kurs ungefähr liegt, ist es kein Problem. Überall im Landesinneren wird sich jemand zum Wechseln finden, wenn man rumfragt.

 

Vorsicht vor alten Banknoten, die zwar noch gültig sind, aber drei Nullen mehr haben.

 

 

Verkehr

 

Die Venezuelaner stehen den Kolumbianer in Sachen rücksichtslosem und chaotischem Überholen kaum nach. Der marginale Unterschied kommt nur daher, daß die Kolumbianer mit ihren Schrottkisten, die oft kurz vorm Auseinanderfallen sind, vorsichtig fahren müssen und deshalb manchmal nicht so drauf halten können, wie sie gerne möchten.

 

Der Fahrzeugpark in Venezuela ist in erbärmlichem Zustand: sehr viele total abgewrackte Ami-Dickschiffe fahren hier rum. Wenn man nach dem optischen Zustand geht, den man oftmals nur mit „total am Ende“ beschreiben kann, dann wäre es eine Überraschung, wenn Federung, Lenkung und Bremse in verkehrssicherm Zustand wären.

Die alten Sprit-Fresser bollern mindestens sovieleAbgase raus, als wir es in Mexiko City oder Havana (Cuba) erlebt haben! Das ist keine Freude für Krad-Fahrer Lungen und man sieht abends wie ein Bergmann aus dem Pott aus.

 

In der Regenzeit, die für die Anden der Regenzeit in Kolumbien entspricht, gibt es haufenweise Erdrutsche, etc. wodurch Straßen für Stunden oder Tage nicht passierbar sind und Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten werden.

Der Straßenzusand ist generell nicht gut. Weggebrochene Straßenstücke, große Schlaglöcher und vieles mehr. I.d.R. sind die ganz schlimmen Stellen durch gelbe Reifen oder Äste gekennzeichnet.

 

Trotz vieler Polizei-Kontrollposten sind wir auch in Venezuela nie angehalten worden.

 

 

Motorrad-Szene:

 

Motorrad-Treffen-Übersicht für Venezuela:

http://motorumbas.com/category/eventos/



 

(Wild) Campen

 

Wir waren nur fünf Tage in Venezuela, daher können wir nur bedingt was zum Thema Campen sagen. Zumindest am Westufer des Maracaibo gab es reichlich Gelegenheit zum wild Campen.

 

 

Kosten

 

Was Lebensmittel- und Alkoholpreise in Supermärkten und Hotelpreise angeht, ist Venezuela auf dem Niveau von Kolumbien. Mit Deutschland verglichen: sehr günstig.

Bier in Restaurants und Kneipen war mit unter 50 EUR-Cent für die 0,2er Flasche billig.

Der billigste Rotwein kostet mit 4 EUR für einen Tetrapack mal wieder sehr viel.

 

Sprit ist mit 0,6 EUR-Cent (0,006 EUR) pro Liter unglaublich billig!

 

Allerdings ist es in manchen Regionen ein Problem, eine Tankstelle zu finden, die Benzin hat! Oder es stehen 50 Autos oder mehr Schlange vor der Tankstelle.

 

 

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Siehe: HELFT UNS

 

 

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