Länder-Infos Nepal

 

 

 

 

Einreise

 

Visa on Arrival (multiple entry) sowohl bei Flug- als auch Landeinreise.

15 Tage – 25 USD Gebühr

30 Tage – 40 USD Gebühr

90 Tage – 100 USD Gebühr

Am Flughafen in Kathmandu kann man die entsprechenden Beträge auch vielen anderen Währungen entrichten.

 

Man benötigt ein Paßfoto für das Visa-on-Arrival, das man zur Not auch vor Ort machen lassen kann.

 

Ein Verlängerung des Visums ist möglich in Kathmandu oder Pokhara beim Immigration-Office:

mindestens 15 Tage für 30 USD (zahlbar in NPR!), jeder weitere Tag 2 USD

Verlängerung: 1 Passfoto nötig, Erteilung erfolgt noch am gleichen Tag

 

http://www.immi.gov.np/visa

 

 

Ausreise

 

Man füllt eine Depature-Card aus und bekommt einen Ausreisestempel in den Paß.

 

Keine Gebühren für die Ein- und Ausreise.

 

 

 

 

Kfz-Einfuhr

 

Man benötigt das Carnet de Passage für die temporäre Einfuhr des Motorrades.

Zur Einfuhr auf dem Landweg kann ich nichts sagen.

Wie das ganze bei Flugfracht läuft, kann man in der Rubrik Motorrad-Transport nachlesen.

 

 

Kfz-Ausfuhr

 

Man muß seine Fahrzeug- und Carnet-Daten in ein Buch eintragen und bekommt das Carnet de Passage ausgestempelt.

 

Keine Gebühren für Kfz-Ausfuhr.

 

 

 

 

Details zum Transport eines Motorrades per Flugfracht von Bangkok (Thailand) nach Kathmandu (Nepal) gibt es wie immer in unserer Rubrik Motorrad-Transport.

 

 

 

 

Der Abschluß einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist meines Wissens in Nepal nicht vorgeschrieben.

 

 

 

 

Linksverkehr – zumindest meistens.

 

Der Straßenzustand ist allgemein bescheiden. Die besten Fernstraßen sind Teerstraßen mit mehr oder weniger vielen Schlaglöchern. Abseits vom Teer wird es schnell anspruchsvoll.

 

Der Verkehr ist weitgehend regelfrei und nichts für zarte Gemüter, vor allem in Kathmandu.

Im Vergleich zu Indien geht es in Nepal aber entspannt zu.

 

Sie waren selten, aber es gab immer mal wieder gefährliche Situationen, wo Einheimische sehr rücksichtslos fuhren. Einmal hatte ich deshalb einen Unfall, der nur durch Glück glimpflich abging, wobei der Fahrer durchaus ein Inder gewesen sein könnte.

 

Überall im Land gab Polizei-Check-Points, bei denen wir fast immer durchgewunken wurden.

In 6 Wochen wurden wir nur zweimal gestoppt und eher aus persönlicher Neugier als aus echtem Diensteifer befragt. Lediglich der deutsche Führerschein mußte einmal vorgezeigt werden.

 

Auch wenn man täglich einige Dutzende Male von freundlichen Passanten darauf aufmerksam gemacht wird, daß man mit Abblendlicht fährt: es scheint in Nepal nur extrem ungewöhnlich aber nicht verboten zu sein.

 

 

 

 

GPS

 

Aus Mangel an Alternativen waren wir mit der OSM-Karte unterwegs.

http://garmin.openstreetmap.nl/ bzw. http://www.openstreetmap.de/

 

Routing war in der Regel okay. Straßenabdeckung ebenfalls.

Die Point-of-Interest-Datenbank war allerdings außerhalb von Kathmandu sehr mager.

 

 

 

 

(Wild) Campen kann man in Nepal weitgehend vergessen.

In den Bergen ist jede ebene Fläche (oft von Menschenhand erst geschaffen) landwirtschaftlich genutzt. Da findet sich kein grades Stückchen, wo man ein Zelt aufstellen könnte.

Im Flachland, das ohnehin ziemlich uninteressant ist, kommt noch die Hitze dazu.

 

Pokhara war der einzige Ort, wo wir von einem regulären Campingplatz wissen.

 

Wenn man in den Bergen wandern geht, sieht das vermutlich anders aus.

 

 

 

Sicherheit:

 

In Nepal sind Streiks Alltag. Es gibt verschiedene Grade, die unterschiedliche Auswirkungen auf das öffentliche Leben haben.

Teilweise sind die Tankstellen dann geschlossen, wobei für Fern-Reise-Motorräder mit viel Glück eine Ausnahme gemacht wird. Darauf kann man sich aber nicht verlassen.

 

Prostest-Veranstaltungen können jederzeit gewalttätig eskalieren.

 

Die Polizei ist sehr präsent sowohl bei jeder Form von Demo als auch im Alltag. Wir haben mehrfach Patroulien mit kugelsicheren Westen und Sturmgewehren durch Kathmandu streifen sehen.

 

In Sachen Kriminalität erschien uns Nepal recht sicher.

 

Ein erheblicher Teil der Betteleien (Kinder oder Mütter bitten um Milch oder Kekse) ist organisierte Abzocke: die Lebensmittel wird danach verkauft.

 

 

 

 

WIFI ist in Touristen-Unterkünften gängig.

Einfache Unterkünfte abseits der touristen Städte haben keins.

In manchen Hotels läuft das WIFI mit der Notstromversorgung (= mehr oder weniger 24 Stunden), in vielen Hotels hängt es aber auch am normalen Netz, bei dem Ausfälle eher die Norm als Ausnahme sind.

Die Performance nepalesischer WIFI-Netze ist oft sehr schlecht.

 

 

 

 

Ersatzteile/Motorrad-Werkstätten

 

De facto sind Royal Enfields die einzigen „großen“ Motorräder die man in Nepal sieht. Wir haben ein einziges mal ein Yamaha Dragstar mit nepalesischen Kennzeichen gesehen.

Entsprechend dürfte die Ersatzteil-Versorgung etc. sein.

Wenn man eine Werkstatt braucht, dürft die beste Lösung sein, eine aufzusuchen, die auf Royal Enfield spezialisiert ist.

In Kathmandu kann man vielleicht beim Bullet Base Camp oder dem Hearts and Tears Motorrad-Verleih Hilfe oder zumindest einen guten Tip bekommen.

 

 

 

 

Tanken/Benzin

 

offizielle Benzinpreis: 122 NPR (ca. 1,07 EUR)

Schwarzmarktpreis ab 200 NPR

zum Vergleich: damaliger Benzinpreis in Deutschland: 1,57 EUR/Liter

 

In Kathmandu sind aufgrund von Versorgungsengpässen oft (fast) alle Tanktstellen tagelang trocken.

 

Private Tankstellen haben angeblich oft manipulierte Zapfsäulen – es wird mehr angezeigt, als wirklich abgegeben wird.

Sicherer und bei Benzin-Notsstand einzige Quelle: Tankstellen, die von der Polizei, der Arme etc betrieben werden. Für Touris gilt dort auch nicht die Maximal-Abgabe-Menge.

z.B. bei Polizei-Hauptquartier in KTM: N27°42.887 E085°19.684

 

Auch bei den regelmäßig vorkommenden (General-)Streiks sind die Tankstellen oft geschlossen. Manchmal bekommt man dennoch Benzin als Tourist.

 

 

 

Kosten

 

Vieles in Nepal ist Verhandlungssache.

 

In Restaurants wird oft zwischen 10 und 23 Prozent für Service und Steuern aufgeschlagen, was fairerweise i.d.R. ggf. auf den Speisekarten vermerkt ist.

Wenn die Zuschläge ohne entsprechenden Vermerk erhoben wurden, habe ich mich immer geweigert, zu zahlen, was stets erfolgreich war.

 

Bei Hotels sollte man sich immer vergewissern, ob der Preis mit oder ohne Steuern/Zuschlägen ist.

 

Ein Bier kostet am Kiosk in Ausnahmefällen ab 130 NPR (sehr schlechte Qualtitä). Preise ab 180 NPR (ca. 1, 65 EUR) für eine große Flasche sind normal.

In Restaurants bezahlt man deutlich mehr.

Eine flasche Wein gibt es ab 7 EUR im Supermarkt.

 

Eine einfache Mahlzeit kostet in einheimischen Restaurants rund 0,50 EUR. Aufwendigere Gerichte maximal 2 EUR.

In touristischen Lokalen muß man für einfache Gerichte schon das Dreifache hinlegen.

 

Selbstversorgung kommt in der Regel teurer als in einfachen Restaurants zu essen.

Gemüsestände sind preislich okay. Schmackhafter Käse: ca. 0,50 EUR pro 100 Gramm. Ein Brot, das uns zwei satt machte gab es ab 60 NPR (ca. 0,55 EUR).

Brot gibt es relativ oft in touristischen Städten. Käse haben wir vielleicht fünf mal gesehen.

 

Für Hotels (DZ) haben wir zwischen 250 und 700 NPR (2,20 bis 6,30 EUR) bezahlt. In Kathmandu waren 8 EUR fällig.

 

In Nepal werden auch die Reiseführer des OM-Verlags verkauft. Das scheint ein indischer Tochter-Verlag des Footprints zu sein.

Sind genauso aufgebaut wie die original Footprints nur VIEL billiger.

Z.B. „Indien Himalaya“ für ca. 10 EUR (offizieller indischer Preis: 3 EUR).

Natürlich gibt es auch überall die illegalen Nachdrucke der Lonley Planets, deren Qualität allerdings nicht berauschend ist.

 

 

 

 

 

Die Stromversorgung in Nepal ist sehr schlecht.

Stromausfälle von bis zu 16 Stunden sind normal, selbst in der Hauptstadt.

Bessere Hotels haben einen Generator, neben dem man nicht sein Zimmer haben möchte.

Das Versprechen, es gäbe 24 Stunden Strom, bezieht sich oft auf eine schwache Lampe im Zimmer und nicht auf Steckdosen und dergleichen.

 

 

 

 

Päckchen/Paket

 

Postlagernd kann man sich nur nach Kathmandu ein Paket schicken lassen.

Die Nepalesische Post hat einen schlechten Ruf. Man sollte sie nur nutzen, wenn es unumgänglich ist.

Indien ist die weit bessere Alternative.

 

 

 

 

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