Navi / GPS

Braucht man ein Navi/GPS?

 

„Früher ging´s auch ohne“, ist das Argument der Papier-Landkarten-Fans. Auch ich bin jahrlang ohne glücklich gewesen und habe mein Ziel – früher oder später – irgendwie erreicht.

Mittlerweile wollte ich mein GPS jedoch auf keinen Fall mehr missen!

 

einige der vielen Vorteile eines Navis/GPS:

(wer Navi-Erfahrungen hat, kann diesen Abschnitt überspringen):

  • „points of interest“ – mit wenigen Klicks wird einem bspw. die nächste Tankstelle oder der nächste Campingplatz angezeigt und der Navi führt Dich hin.
  • in großen Städten ist es eine erhebliche Erleichterung, um eine konkrete Adresse zu finden
  • das Navi sagt einem genau, wo man ist -> dadurch findet man sich auch auf der Papierkarte im Notfall wieder
  • man kann Tipps (GPS-Koordinaten) von anderen Krad-Reisenden fürs Wild Campen etc. gezielt anfahren, auch wenn sie mitten in der Natur und ganz weit ab vom Schuss sind.

 

Welches Navi?

 

Die Wahl des Navis ist nicht nur von der Hardware, sondern auch von der Software (=Karten) abhängig. Wer beispielsweise in Deutschland oder Europa reisen möchte, hat Auswahl. Die Geräte kommen in der Regel mit brauchbaren vorinstallierten Karten, die routingfähig sind.

Je nach Hersteller kann man auch Karten für andere Länder zukaufen. Das Angebot unterscheidet sich da schon erheblich. Spätestens wenn man in ein Land möchte, für das es vom Hersteller keine GPS-Karten gibt (und das sind markenunabhängig erschreckend viele!), bleibt eigentlich nur noch eine Wahl: Garmin.

Das sind nämlich die einzigen Navis, auf denen auch freie Karten laufen und ohne eben solche freie GPS-Karten geht zum Beispiel in den meisten Ländern Südamerikas, Asiens und einigen anderen Regionen gar nichts.

Ich habe mich seinerzeit für unsere Weltumrundung für das Top-Gerät der Garmin-Motorrad-Reihe entschieden: Garmin zumo 660

Weder Stürze, noch Staub, Wasser oder heftigeste UV-Licht-Einstrahlungen haben ihm etwas anhaben können. Display, Kontakte, Befestigung, Kabel – alles unkaputtbar.

Ich habe übrigens kein stoßdämpfende Touratech-Halterung benutzt. Die serienmäßig Garmin-Halterung war auch auf Zehntausenden von Pistenkilometern voll ausreichend.

 

Nach rund 230.000 km unter härtesten Bedingungen hat es dann aber nach ca. 5 Jahren, in denen es fast täglich im Einsatz war, sein Leben ausgehaucht. Eine respektable Leistung, die ich vorab für unmöglich gehalten hätte.

Als Nachfolger habe ich mir das neuer Modell Zumo590 geholt: Garmin zumo 590LM Neben eine Vielzahl von neuen Funktionen, die ich hier nicht alle im einzelnen vorstellen möchte, gab es einen wesentlichen Punkt für die Wahl des neuen Modells anstelle des 660er, mit dem ich ansonsten weiterhin zufrieden gewesen wäre: Das 590 hat einen deutlich leistungsfähigeren Prozessor. Eben der war nämlich beim 660er ein Schwachpunkt, wenn man (speziell mit OSM Karten, die viel mehr Details enthalten als Garminkarten), durch Weltmetropolen fuhr. Dann war Zoomen eine fatale Sache, die den Prozessor teilweise für Minuten überforderte und Anzeige und Navigation aussetzte.

Freie GPS-Karten:

 

Wie schon erwähnt: Für viele Länder gibt es - unabhängig vom Hersteller – keine Kaufkarten.

In solchen Fällen bleiben nur freie Karten. Die sind zuweilen eine hervorragende Alternative zu den Kaufkarten oder aber eine sinnvolle Ergänzung. Auf dem Zumo660 kann man nämlich bis zu fünf Karten gleichzeitig installieren und manuell anwählen, mit welcher man gerade fahren möchte. Allerdings bedarf das fortgeschrittener Kenntnisse.

 

Eine gute Quelle für Gratis-Karten, die in unterschiedlicher Qualität die ganze Welt abdeckt, ist Open Street Map. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

In unseren Länder-Infos habe ich für die meisten Länder beschrieben, mit welchen Karten ich jeweils unterwegs war und wo die Vor- und Nachteile liegen.

 

Routenplanung auf dem Laptop/Tablet/PC

 

Routenplanung mit vielen Wegpunkten kann am GPS-Gerät recht mühsam sein. Einer von vielen Punkten, warum es Sinn macht, auf dem heimischen PC oder auf längeren Reisen auf dem Laptop bzw. Tablet eine entsprechende Software zu installieren.

Ich benutze die Garmin-Software Mapsource, die allerdings mittlerweile nicht mehr vom Hersteller supportet wird. Eine Alternative ist das Garmin-Programm Basecamp.

 

Dort kann man bspw. bequem komplexe und übersichtliche Routenplanungen machen und sie sich aufs Navi übertragen oder aber sich die zuvor gefahrene und aufgezeichnete Strecke anschauen.

 

Smartphone und Co.

 

Natürlich kann man heutzutage in Deutschland auch ohne GPS-Gerät navigieren. Smartphones und Co. leisten da teilweise Erstaunliches.

Bei Fernreisen sind sie in der Regel jedoch keine wirkliche Alternative. Kein WIFI-Zugang, teure Roamingkosten, kein Kartenmaterial für exotische Länder, deutlich unterlegene Ortung, Anfälligkeit gegen Witterungseinflüsse sind nur einige Argumente, die es da zu bedenken gibt.

 

Zusatzfunktionen

 

Navis können weit mehr als nur Navigieren. Bluetooth-Communkation, MP3-Player und vieles vieles mehr. Dazu könnte man ein eigenes Kapitel schreiben.

Meine liebstes Feature: Die Höhenanzeige. Ohne die hätten wir nie unseren Rekord in Sachen „höchster mit dem Motorrad befahrbarer Pass der Welt“ dokumentieren können, der die angeblich höchste Straße der Welt, den Khardung La, um Längen geschlagen hat. Dessen offizielle Höhe ist ganz nebenbei eine faustdicke Lüge, die unabhängige GPS-Messungen von Motorrad-Reisenden zigmal wiederlegt haben.

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